SV Gau-Algesheim 1910 e. V.
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Mixed-Team kämpft wacker gegen den Tabellenführer
von Philipp Germeroth

Auf dem Papier handelte es sich bei dem späten Treffer zum 1:3-Endstand in der Hockey-Verbandsligspartie zwischen der SV Gau-Algesheim und der TSG Kaiserslautern II zwar nur noch um Ergebniskorrektur, doch SV-Stürmer Florian Hemmes sprach anschließend von einem gefühlten Siegtreffer. „Das Tor war der verdiente Lohn für eine kämpferisch geschlossene Mannschaftsleistung, bei der wir im Rahmen unserer Möglichkeiten durch die Ausfälle alles rausgehauen haben“, freute es den 29-Jährigen, der dem Tabellenführer einen verdienten Sieg bescheinigte. Die beiden frühen Gegentore (3. und 10.) waren Resultat einer Anfangsphase, in der das taktische Konzept der Gau-Algesheimer nicht aufging. Hemmes, der in Abwesenheit der verhinderten Spielertrainer Simon Enmel und Kapitän Marc Prinz beide Posten in Personalunion inne hatte, erkannte zu große Lücken in der mannorientierten Raumdeckung, zudem fehlte es seinem Mixed-Team phasenweise an Zweikampfhärte. „In der zweiten Halbzeit hatten wir uns daher mehr zurückgezogen, die TSG das Spiel  machen lassen und mit langen  Schlänzbällen auf Konter gelauert“, erklärte Hemmes, der hierfür die etatmäßigen Stürmer Maximilan Hilgert und Corc Basmacioglu in die Abwehrkette beorderte. „Die Beiden haben das extrem gut gemacht, alles weg verteidigt und haben dafür gesorgt, dass wir nach der Pause kein Gegentor mehr schlucken mussten.“ Vielmehr setzten die Gau-Algesheimer immer wieder gefährliche Nadelstiche, Eva Brill, die „wie alle Mädels eine starke Partie abgeliefert hat“, scheiterte denkbar knapp am guten TSG-Torhüter. Dieser war jedoch endgültig machtlos, als Lukas Schneider nach Vorlage von Hemmes den für das Punktekonto irrelevanten, für die Moral der Gau-Algesheimer jedoch gewinnbringenden Ehrentreffer erzielte. In zwei Wochen reist die Sportvereinigung zur SG FC Kaiserslautern / TV Saarlouis, bei der nach dem 8:0-Hinspielsieg erzielte Tore zu weiteren Zähler in der Tabelle führen sollten.

SV Gau-Algesheim: Schubert - Erbes, Knewitz, Zeller, Hilgert, Folger, Brill, Basmacioglu, Schön, A. Sarg, C. Sarg, Lambrich, Schneider (1), Zachmann.

 

 


 

Bericht B Knaben
von Claudia Brenk

Unter einem strahlend blauen Himmel trafen sich unsere B-Knaben morgens am letzten Sonntag in Alzey zu Ihrem ersten Spieltag in der Verbandsliga. Dementsprechend waren alle sehr aufgeregt. Nachdem Alzey und der  VfL Bad Kreuznach ein Freundschaftsspiel ausgetragen haben, starteten unsere Knaben in ihr erstes Spiel gegen den VfL Bad Kreuznach. Vieles war für sie neu, besonders das Ausführen der kurzen Ecke. Leider hatten sie dazu in ihrem eigenen Torbereich viel zu oft Gelegenheit dazu. Die Jungs hatten alle Hände voll zu tun mit dem Verteidigen Ihres Tores. Dadurch hatten sie selten Gelegenheit in die gegnerische Hälfte vorzudringen. Sie unterlagen einem starken Gegner mit 0:6.
Nach einer kurzen Pause und einigen taktischen Erläuterungen ging es in das zweite Spiel des Tages gegen die TSG Heidesheim. Unsere Knaben hatten aus dem ersten Spiel einiges gelernt und somit wurden nur noch wenige Ecken gegen sie gepfiffen. Da sie im zweiten Spiel aggressiver nach vorn spielten, blieb die Verteidigung manchmal etwas auf der Strecke und die Jungs waren nicht schnell genug zur Stelle. Trotzdem hatten sie einige gute Torchancen im gegnerischen Torbereich, aber der Ball wollte einfach nicht ins Tor gehen. Daher unterlagen sie auch hier mit 0:5.

 


Mädchen B mit Erfolg

Die Mädchen B starteten am 6. Mai auf eigenem Platz in die Feldrunde der Verbandsliga. Der erste Gegner war die des VfL Bad Kreuznach 2. Nach einem guten Vorbereitungsturnier in Alzey auf 3/4 Feld hieß es für die Mädels, sich erst einmal wieder auf das Kleinfeldspiel mit 6 statt 8 Spielerinnen einzustellen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten konnte man gegen die Kreuznacher gut mithalten und das Team konnte sich die eine oder andere Torchance erarbeiten. Mangelndes Durchsetzungsvermögen im eigenen Schusskreis sorgten jedoch für 2 unglückliche Gegentreffer und dem Endstand von 0:2. Im 2. Spiel des Tages gegen den TSV SCHOTT Mainz 3 konnte sich die Mannschaft für Ihr gutes Offensivspiel endlich belohnen. Mit mehr Durchschlagskraft und gut herausgespielten Angriffen wurde die Arbeit mit 4 Treffer belohnt. "Ein verdientes Erfolgserlebnis, dass die Arbeit aus den Trainingseinheiten belohnt", freut sich Trainerin Heike Wagner.

 


Mixed-Team mit bester Saisonleistung
von Philipp Germeroth

So euphorisch wie nach dem Rückrundenauftakt in der Hockeyherren -Verbandsliga erlebte man den enorm ehrgeizigen und folglich anspruchsvollen Simon Emmel schon lange nicht mehr. Die Darbietung seiner Sportvereinigung Gau-Algesheim beim 5:0-Erfolg gegen die SG TV Alzey / VfL Bad Kreuznach hatte es dem 36-Jährigen merklich angetan. „Das war die beste Leistung seitdem ich hier Spielertrainer bin und zugleich eine deutliche Verbesserung zur Vorrunde“, urteilte der ehemalige Regionalligaspieler. Emmel sah ein Gau-Algesheimer Mixed-Team (das Herrenteam wird unterstützt von vier Damenspielerinnen), welches taktisch diszipliniert gegen den Ball arbeitete und somit den Gästen über die gesamte Spieldauer nur drei Torgelegenheiten gestatte. „Besonders freut mich, dass die Trainingsinhalte sehr gut zu erkennen waren und man gemerkt hat, wie sehr es sich lohnt auch im taktischen Bereich intensiv zu arbeiten.“ Die einstudierten Laufwege und damit verbundenen Spielzüge waren der Schlüssel zu einer Fülle an guten Einschussgelegenheiten. Abermals als überragender Verwerter erwies sich Florian Hemmes mit einem Viererpack. Seinen Premierentreffer bei einem Feldhockeyspiel gelang Benjamin Lambrich nach schöner Vorarbeit von Maximilian Hilgert. „Leider sind wir teilweise fahrlässig mit den vielen guten Chancen umgegangen, doch das ist wirklich klagen auf hohem Niveau“, so Emmel. Deutlich unglücklicher ist der Mittelfeldspieler über die Tatsache, dass im kommenden Heimspiel (Samstag16 Uhr) gegen den Tabellenführer TSG Kaiserslautern ein halbes Dutzend Spieler aus dem sowieso dünnen Kader nicht zur Verfügung stehen. So werden neben Emmel und Martin Müller mit Kapitän Marc Prinz, Dennis Dachsel, und Werner Schneider ein Großteil der Abwehrkette ausfallen. „Die Vielzahl an Ausfällen sind wirklich sehr schade, da wir mit dem kompletten Kader für jedes Team in der Liga unangenehm zu spielen sind.“ So muss Emmel wohl noch etwas warten, bis er die nächste Lobeshymne auf seine Mannschaft anstimmen kann.

 


Knaben D - hoffnungsvoller Auftakt

Das Vorbereitungsturnier in Alzey gab Hoffnung auf einen erfolgreichen ersten Spieltag am 6. Mai in Bad-Kreuznach.

Bei sommerlichen Temperaturen startete unsere D-mixed Mannschaft mit einem heiß umkämpften Spiel gegen den TSG Heidesheim. Nach einigen guten Spielzügen war es der Mannschaft leider nicht möglich alle Chancen auszuschöpfen und somit mussten unsere Spieler die 5:1 Niederlage erst einmal verdauen.

Frisch gestärkt ging es nach einer einstündigen Pause in die zweite Runde gegen den RWK. Hier konnten unsere Spieler mehr Druck aufbauen und waren überwiegend im Ballbesitz. Zum Leid der Spieler und natürlich der mitgereisten Fans :-) konnten die vielen Torschüsse nicht verwertet werden und die Verteidigung kämpfte gegen den stärker werdenden Gegner. Auch im zweiten - nun aber sichtlich überzeugenderem Spiel - musste sich unsere D-mixed Mannschaft schließlich geschlagen geben.

Doch alle guten Dinge sind drei! Das letzte Spiel wurde kurzfristig auf Wunsch von Idar-Oberstein vorverlegt und somit ging es 20 Minuten später in die letze Runde. Mit Kampfgeist und deutlich besseren Spielzügen gelang es dem Team des SVGA drei Bälle ins gegnerische Tor zu schiessen. Auch der Gegner zeigte keine Schwäche und verwerte seine Torchancen. Obwohl die Hitze bereits deutliche Spuren hinterlassen hatte, wurden nach der 4:3 Führung des Gegners nochmals alle Reserven mobilisiert und es gelang der Ausgleichstreffer. Zufrieden über dieses Endergebnis beendete die Mannschaft den Spieltag im Salinenthal.



SV Gau Algesheim Hockeyabteilung wirbt bei Tag der offenen Tür um Nachwuchs

Über Stangen springen, bunte Hütchen umkurven oder die Ecken des Tores beim Torschuss treffen - die Aufgaben sind vielfältig bei der Hockey-Rallye der SV Gau Algesheim. Im Rahmen des Hockey-Kids Projektes bot die Hockey-Abteilung am 1. Mai zum ersten Mal einen "Tag der offenen Tür" auf der Sportanlage an der Binger Straße an. Begleitet von "Fridolin von Schlenzi", dem Maskottchen der Hockeyabteilung, stellen über 80 Kinder zwischen 3 und 12 Jahren, Jugendliche und Eltern Ihre Geschicklichkeit mit Ball und Schläger bei der Hockey-Rallye unter Beweis. Die bestandenen Übungen wurden auf der Hockey-Rallye-Karte bescheinigt und jedes Kind erhielt am Ende eine Belohnung.        "Wir haben über 60 Rallye-Karten ausgestellt" sagt die Jugendleiterin Heike Wagner und ist begeistert von dieser großen Resonanz bereits im ersten Jahr. Betreut von Trainern und vielen jugendlichen Hockeyspielern der SV GA an den Stationen muss bei den Jüngsten auch schon mal der Papa mit gutem Beispiel vorangehen, solange, bis die erste Scheu überwunden ist. " Unser Ziel ist, Kinder für unseren  Hockeysport zu begeistern und unseren Hockey-Nachwuchs in allen Altersgruppen weiter zu entwickeln," sagt Oliver Bohr, der Vorsitzende der Hockeyabteilung.

 


Mädchen B - Vorbereitung

Zur Feldvorbereitung 2018 haben unsere Mädchen B an einem Turnier in Alzey teilgenommen. Bei optimalen sommerlichen Bedingungen zeigten unsere Mädels wieder einmal was es bedeutet eine Turniermannschaft zu sein. Musste man das erste Spiel gegen den MTV Kronberg klar und deutlich mit 0:4 verloren geben wurde in den nächsten zwei Spielen gegen Kreuznach und Alzey deutlich aufgedreht.  

Angefeuert von den mitgereisten Fans und eine engagierten Trainerin Heike wurden die beiden Spiele zwar mit 0:3 und 0:2 auch verloren, aber die Mannschaft - mit vielen jüngeren Spielerinnen bestückt - zeigten dann doch ihre Qualitäten, Wille und teilweise tolle Spielzüge.
Am Ende war Heike durchaus mit der Mannschaft zufrieden und gemeinsam schaut man nun gespannt auf den ersten Spieltag am 06. Mai in Gau-Algesheim wie die Vorbereitung mit dem Ostercamp und dem Turnier für Früchte getragen hat.
Wir sind auch gespannt und kommen natürlich alle um euch anzufeuern.

 


Spielbericht Knaben 14.04.2018
von Claudia Brenk

Am 14.04.2018 starteten unsere D-Knaben mit einem Vorbereitungsspiel in Alzey in die Feldsaison.
Sie waren total aufgeregt und begeistert dabei zu sein. Im schönsten Sonnenschein ging es auf das Feld. 
Unsere Mannschaft war recht jung und klein, aber mischte die anderen Mannschaften ordentlich auf.

 

So konnten die Knaben folgendes verbuchen:
Gegen den Turniersieger Alzey haben sie zu null verloren. Gegen den drittplatzierten des Turniers SAFO Frankfurt nur knapp mit 3:4 verloren. 
Aber gegen Rüsselsheim haben sie 7:3 gewonnen.
Herzlichen Glückwunsch zu Platz 5 in diesem Turnier. 
Weiter so Jungs!


Spielbericht Herren
von Philipp Germeroth

KAISERSLAUTERN (pge). Den Wiedereinstieg in die Feldrunde hatte sich das Mixed-Team der Sportvereinigung Gau-Algesheim gänzlich anders vorgestellt. Durch zahlreiche kurzfristige Ausfälle war der sowieso schon dünne Kader der Rheinhessen derart geschwächt, dass das Nachholspiel bei der TSG Kaiserslautern mit 0:7 (0:2) verloren ging. „Trotz der deutlichen Niederlage ziehe ich den Hut vor den vier Damen und den sieben Herren, die sich der Situation gestellt haben und gegen 15 Herren der TSG lange dagegen gehalten haben“, lobte SV-Kapitän Marc Prinz seine Mannschaft, die unter anderm auf Spielertrainer Simon Emmel, Hallentorschützenkönig Florian Hemmes sowie Stürmer Martin Müller verzichten musste

Vor allem im ersten Abschnitt boten die Gau-Algesheimer dem Tabellenführer tapfer Paroli, sodass die Pfälzer für ihre ersten drei Treffer jeweils einen Sieben-Meter benötigten. Da nach dem Dritten (42. Minute) Maximilian Hilgert für ein Fuß-Vergehen auf der Linie eine zehnminütige Zeitstrafe absitzen musste, nutzten die Lautrer ihre Überzahl sowie Strafecken zu weiteren Treffern. „So seltsam es klingen mag, aber nur zwei Gegentore aus dem Spiel heraus zu kassieren war für unsere personelle Situation eine top Leistung“, stellte Prinz fest. „Jedoch ist es ärgerlich das Gefühl zu haben, dass wir hier mit einem vollen Kader was mitgenommen hätten.“ Durch die Niederlage haben die Gau-Algesheim nun keine Ambitionen mehr in der Rückrunde um den Aufstiegsplatz mitzuspielen. „Es wird für uns nun wichtig sein als Team wieder enger zusammenzurücken, sodass wir möglichst mit einem breiteren Kader trainieren und die Spiele bestreiten.“ Die nächste Gelegenheit hierzu erhalten die Gau-Algesheimer beim Rückrundenauftakt im Heimspiel gegen die SG TV Alzey / VfL Bad Kreuznach am 5. Mai.

SV Gau-Algesheim: Schubert - W. Schneider, Knewitz, Dachsel, Zeller, Prinz, Brill, Schön, A. Sarg, C. Sarg, Hilgert.

 


Ostercamp 2018
von Heike Wagner

In diesem Jahr fand zum 2. Mal das Ostercamp zur Vorbereitung auf die Feldsaison für unsere hockeybegeisterten Kids und Jugendlichen statt. Organisiert und Durchgeführt wurde das Camp von unserem Jugendtrainer-Team Dominique Fleischhauer und Heike Wagner.
3 Tage lang gab es "Hockey pur" auf der Sportanlage an der Binger Straße in Gau-Algesheim. 26 Kids und Jugendliche im Alter von 6 bis 14 Jharen waren begeistert bei der Sache. Das Hockeyangebot mit insgesamt 6 hockeytechnischen Trainingseinheiten bot allen die Möglichkeit ihre Technik für die Feldsaison aufzufrischen bzw. neu zu erlernen. So konnten sich alle Altersgruppen gut auf ihre ersten Turniere nach Ostern vorbereiten. Immer zum Beginn des Camp-Tages gab es für alle eine Athletikeinheit, was logischerweise nicht nur mit Begeisterung angenommen wurde. Aber alle haben mitgemacht und in zahlreichen Koordinations- und Stabilisationsübungen ihr Bestes gegeben. Die kleinen regnerischen Zwangspausen wurden mit Theorie und kleinen Spielen problemlos überbrückt. Dazu gab es viele Kekse und Obst, um die Energiespeicher wieder aufzufüllen. Am letzten Nachmittag kamen noch die Spielekisten der Sportjugend Rheinhessen zum Einsatz und die geschenkten T-Shirts wurden bei strahlendem Sonnenschein mit Begeisterung entgegengenommen.
Das Trainer-Team freut sich schon aufs nächste Mal und plant noch in diesem Jahr ein Herbstcamp, als Einstieg in die Hallensaison. Infos dazu folgen.

 


 

Bericht vom DHB zur Deutschen Meisterschaft

Perfektes Spieljahr für die Mädchen A des Berliner HC. Dem DM-Titel in der Feldsaison 2017 folgte nun auch der blaue Meisterwimpel in der Halle 2018 nach. Bei der 48. Deutschen Hallenmeisterschaft der Mädchen A holte der BHC-Nachwuchs den insgesamt fünften Hallentitel in dieser Altersklasse. In Gau-Algesheim setzten sich die Hauptstädterinnen im Endspiel nach 1:1-Unentschieden im Shoot-out mit 3:2 gegen den Mannheimer HC durch. Beide Finalisten hatten bereits im Halbfinale ein Shoot-out hinter sich gebracht.
„Bei dieser DM war alles sehr eng“, stufte DHB-Beobachter Markku Slawyk die durchweg knappen Resultate ein. Als Beispiel führte der U16-Bundestrainer den RTHC Leverkusen an. Der Westmeister hatte in seinem letzten Gruppenspiel die große Chance, mit einem Sieg sogar als Gruppenerster ins Halbfinale einzuziehen. Das 1:1 des RTHC gegen Wiesbaden rettete dem MHC den Sprung in die Vorschlussrunde, Leverkusen blieb am Ende lediglich Rang sechs. 
„Das ganze Turnier lebte hauptsächlich von der Spannung. Spielerisch haben wir schon hochwertigere Meisterschaften gesehen“, sagte Slawyk und stufte das in Gau-Algesheim gesehene sportliche Niveau als „ordentlich, irgendwo zwischen mager und gut“ ein. Dass letztlich in fast allen Spielen sehr wenig Tore fielen, habe mit dem noch verbesserungswürdigen „Entscheidungsverhalten auf engem Raum und unter Druck“ zu tun. Auch hätte sich der Bundestrainer „etwas offensivere Teams gewünscht“, wobei Slawyk Verständnis dafür zeigte, dass bei solch einem Event für die Beteiligten vor allem die Ergebnisse im Vordergrund stehen.
Mit dem Berliner HC habe „die Mannschaft mit dem breitesten Kader gewonnen“, so Slawyk, der in jeder DM-Mannschaft „mindestens ein, zwei gute Spielerinnen“ gesehen hat. Ins Allstar-Team berief der Bundestrainer keine Torhüterin („das TW-Niveau war nicht schlecht, aber keine hat sich wirklich hervorgetan“), dafür sechs Feldspielerinnen: Linnea Weidemann (BHC), Linda Bens (MHC), Anna Seelmaeker (UHC), Fabia Stepping (Frankfurt), Sophie Prumbaum (Leverkusen) und Lena Frerichs (Bremen). Auf der „Longlist“ für die Allstar-Berufung führte Slawyk außerdem Rosalie Blietz (Bremen), Paula Schröder (SC 80), Sophia Schwabe (Raffelberg), Emma Fuhr (Wiesbaden) und Philine Drumm (Berlin).
Die Schiedsrichter agierten nach Auffassung des Beobachters „unauffällig“ und „ohne spielentscheidende Fehler“. Beim Timing, beispielsweise bei Vorteilssituationen, sieht Slawyk „noch Potenzial“ bei den jungen Nachwuchsunparteiischen, aber dies sei absolut normal in dieser Entwicklungsstufe. Ausrichter SV Gau-Algesheim habe eine „hervorragende Veranstaltung“ gestemmt. „Das Konzept, mit solchen Meisterschaften in kleinere Vereine zu gehen, hat sich einmal mehr bewährt“, sagt Markku Slawyk. Die Halle in der 6500-Seelen-Gemeinde unweit von Mainz sei „sehr gut gefüllt gewesen“, vor allem der SC Frankfurt 80 habe einen auffallend großen Fanblock dabei gehabt.

 


 

Rückblick Deutsche Meisterschaft
von Philipp Germeroth

Das packende Endspiel um die Deutsche Meisterschaft im Hallenhockey der Mädchen A (U 14) war die perfekte Zusammenfassung der zweitätigen Endrunde, die erstmalig von der Sportvereinigung Gau-Algesheim ausgerichtet wurde. Erst im Penaltyschießen setzte sich der Berliner HC mit 4:3 gegen den Mannheimer HC (MHC) durch, womit sich das Finale in zahlreiche Duelle auf Augenhöhen einreihte. Auch in den beiden Halbfinalbegegnungen brauchte es das nervenaufreibende Duell zwischen zunächst drei Spielerinnen jeder Mannschaft, die innerhalb von sechs Sekunden versuchen die gegnerische Torfrau zu überwinden, um eine Entscheidung herbeizuführen. Während die Mannheimerinnen ihren Tränen freien Lauf ließen, stimmten die Spielerinnen des Hauptstadtclubs  lautstark in „We are the Champions“, welches von Fabulous League of Gentlemen   vorgetragen wurde,  ein. Das Orchester des Mainzer Frauenlobgymnasium hatte bereits im Vorfeld die Fans gemeinsam mit Mainz 05 Stadionsprecher Klaus Hafner für das emotionale Endspiel eingeheizt. Die Gau-Algesheimer Veranstalter zählten an beiden Turniertagen jeweils 650 Zuschauer, die für eine begeisternde Atmosphäre in der an ihre Kapazitätsgrenze stoßende Schloß-Ardeck-Halle sorgten.

„Besser hätten wir uns das Wochenende nicht ausmalen können“, lautete das erste Fazit von SV-Cheforganisator Oliver Bohr. Der Hockey-Abteilungsleiter stand noch sichtlich unter dem Eindruck unzähliger Danksagungen und Glückwünsche, die er von den acht Teilnehmermannschaften und deren Anhang übermittelt bekommen hatte. So lobte Martin Schultze, der bereits fünf Endrunden als Trainer mit dem Bremer HC besuchte hatte: „Ein top organsierte Veranstaltung, bei der wir uns sehr wohl gefühlt haben. Man hat den Gau-Algesheimern angemerkt, wie viel Herzblut sie hier rein gesteckt haben, Hut ab.“ Die Bremer, die nur drei Spielerinnen des älteren Jahrgangs dabei hatten, sahen nach ihrer 2:0-Führung bereits wie der sichere Finalteilnehmer aus, doch zwei individuelle Fehler kurz vor Schluss ermöglichten den Berlinern die Rettung in das für sie siegbringende Penaltyschießen. Trösten konnten sich die Bremerinnen mit dem 4:2-Erfolg im kleinen Finale über den SC Frankfurt 1880, der den größten Fanblock in der Halle stellte.

Im Endspiel verwandelte Lea Rosner bereits nach drei Minuten eine Strafecke für den Berliner HC, der sich bereits im Feldhockey den blauen Meisterwimpel sicherte. Die beiden Teams beeindruckten die Zuschauer im weiteren Verlauf des Finales mit ihrem Können. „Wir wussten natürlich, dass hier die besten deutschen Mädels in ihrer Altersklasse zu uns kommen. Dass die Spielerinnen jedoch in dem jungen Alter schon sowohl taktisch, als auch technisch so herausragend gut ausgebildet sind, hat dann doch viele überrascht“, verriet Bohr. Die Professionalität der Mannschaften ließ sich auch daran erkennen, dass jedes Spiel gefilmt wurde, die in der Halle platzierten Co-Trainer via Headset den Cheftrainern Beobachtungen zuriefen und noch während der Begegnungen auf dem Bank mittels Ipad Spielszenen zur taktischen Korrektur vorgeführt wurden.

 

Mitte der zweiten Halbzeit erzielte Nele Hoffmann den heftig diskutierten Ausgleichstreffer für den MHC. „Die Schiedsrichter haben wirklich ein gutes Turnier gepfiffen, das hohe Anspiel vor dem Tor nicht zu unterbinden, war jedoch nicht richtig glorreich“, formulierte BHC-Trainer Ulrich Kuske nachher mit der Diplomatie eines frisch gebackenen Deutschen Meisters. Das siegreiche Penalty-Schießen war für den Berliner Ausdruck der mentalen Stärke seines Teams, welches er als stabilste Mannschaft im Turnierverlauf einstufte und somit als verdienten Sieger sah. Ein weiteres Lob für die  Gau-Algesheimer Veranstalter sprach Luise Schreiter aus dem Berliner Trainerstab aus: „Auffällig im Vergleich zu bisherigen Endrunde war der sehr hohe Zuschauerzuspruch aus der Stadt des Ausrichters. Das kannten wir so nicht und hat gemeinsam mit der sehr liebevollen Organisation, bei der von Essen bis Shuttle alles hervorragend geklappt hat, sowie dem stimmungsvollen Hallensprecher dafür gesorgt, dass der Titelgewinn hier nochmal emotionaler als im Feld war.“

Die Gau-Algesheimer werden nun in den kommenden Tagen die Ereignisse der Endrunde aufarbeiten und dann in die Diskussion gehen, ob der zahlreich geforderte Wunsch sich in einigen Jahren wieder für solch ein Großereignis zu bewerben, in Angriff genommen wird. Dies sei für seinen kleinen Verein mit einem Jahr Vorbereitung verbunden, blickt Bohr zurück, der daher einen großen Dank an sein Organisationsteam sowie die vielen ehrenamtlichen Helfer formulierte. „Vom Veranstalten der viel gelobten Weinprobe, bis zum Catering, Betreuung der Mannschaften, Sponsoren, Verbandsoffizielle und Zuschauer haben alle einen sensationellen Job gemacht.“

Die Platzierungen:

1.      Berliner HC, 2. Mannheimer HC, 3. Bremer HC, 4. SC Frankfurt 80, 5. UHC Hamburg, 6. RTHC Leverkusen 7. Club Raffelberg und Wiesbadener THC

 


 

Interview mit Heike Wagner und Oliver Bohr über die Jugendarbeit / Deutsche Meisterschaft
von Philipp Germeroth

In keiner kleineren Stadt in Deutschland als Gau-Algesheim wird Hockey aktiv in einem Verein betrieben. Hierfür bedarf es gewaltige Anstrengungen der Verantwortlichen der ortsansässigen Sportvereinigung, um die Randsportart nachhaltig anbieten zu können. Die Allgemeine Zeitung sprach mit Abteilungsleiter Oliver Bohr sowie der neuen Jugendleiterin Heike Wagner unter anderem über die Jugendarbeit der Abteilung sowie die Ausrichtung der Deutsche A Mädchen-Meisterschaft, die am ersten März-Wochenende in Gau-Algesheim stattfindet.

AZ: Herr Bohr, in der Öffentlichkeit sind vor allem die wiedergegründete erfolgreiche Herrenmannschaft sowie Ihr Damenteam präsent. Welche Früchte hat das von Ihnen 2012 erstellte Jugendkonzept seitdem abgeworfen?

Oliver Bohr: Inzwischen nehmen vier Mannschaften im Alter von 5-12 Jahren aktiv am Spielbetrieb teil. Auf dieser Grundlage haben wir in den vergangenen Monaten unser Konzept noch einmal überarbeitet und mit Heike Wagner eine extrem erfahrene Fachfrau für uns gewinnen können.

AZ: Frau Wagner, Sie haben über ein Jahrzehnt beim deutlich größeren und finanzstärkeren TSV SCHOTT Mainz, für den Sie selbst aktiv in der Regionalliga gespielt haben, als lizensierte C-Trainerin gearbeitet. Was motiviert Sie sich nun im beschaulichen Gau-Algesheim einzubringen?

Wagner: Der Reiz liegt in der besonderen Atmosphäre der Gemeinschaft sowie des Zusammenhalts, der hier gelebt wird. Jeder kennt jeden, man hilft sich wo man kann. Diese familiäreren Eigenschaften sind es, die für mich den Hockeysport auszeichnen. Der Gau-Algesheimer Slogan „Ich l(i)ebe Hockey“ passt zu 100 Prozent zu mir und meinem Ziel Hockey in Rheinhessen bekannter zu machen.

AZ: Warum sollten sich Kinder aus Ihrer Sicht bei der Vielzahl der Freizeitangebote ausgerechnet für Hockey entscheiden?

Wagner: Das Gesamtpaket Hockey ist für mich sehr stimmig. Es ist der ideale Sport für Jungen und Mädchen, bei dem im Herbst und Winter drinnen und im Frühling und Sommer draußen gespielt wird. Ein Mannschaftssport, bei dem die Athletik, Dynamik und Koordination genauso wie Teamgeist, Fairness und Spaß im Vordergrund stehen. Der zusätzliche Freundeskreis sowie die sozialen Fähigkeiten, die die Kids in einem Verein erhalten und erlernen, sind in der heutigen Gesellschaft unabdingbar.

Bohr: Diesen familiären Zusammenhalt innerhalb eines Vereins möchte ich auch noch einmal als große Stärke herausstellen. Über die Ostertage bekommen wir wieder Besuch von unserem Partnerverein aus Stevenage, zu denen wir vor zwei Jahren mit einer sechzigköpfigen Gruppe im Alter zwischen sechs Monaten und 80 Jahren gereist waren. Das ist sicherlich außergewöhnlich.

AZ: Herr Bohr, Hockey ist zwar die erfolgreichste deutsche Mannschaftssport bei internationalen Wettkämpfen, konnte jedoch die kurze öffentliche Präsens nach großen Titelgewinnen bisher kaum für die Gewinnung von Neumitgliedern nutzen. Sind hier die Vereine noch mehr in der Pflicht?

Bohr: Wir sind gefordert deutlich präsenter an den Schulen und Kindergärten aufzutreten. Diese Aufgabe wird vor allem Heike übernehmen, die gemeinsam mit den Sportlehren Unterrichtseinheiten abhalten wird. Zudem haben wir mit Dominique Fleischauer einen weiteren sehr gut ausgebildeten Übungsleiter für den Jugendbereich gewonnen und investieren somit in hochwertige Trainingsbedingungen.

AZ: Frau Wagner, was hat es mit dem Stofftier auf sich, das Sie uns mitgebracht haben?

Wagner: Unser „HOCKEY-KIDS-Projekt“ wird zukünftig von unserem Maskottchen „Friedolin von Schlenzi“, ein sehr talentierter Hockey-Drache, begleitet. Bei der Deutschen Meisterschaft werden wir ihn in Lebensgröße präsentieren.

AZ: Stichwort Deutsche Meisterschaft: Wie ist es ihnen gelungen, dass in der Schloß-Ardeck-Halle die Endrunde um die A-Mädchen Meisterschaft ausgetragen wird?

 

Bohr: Wir haben bereits vor einem Jahr vom Deutschen Hockeybund für unser Konzept den Zuschlag bekommen, da wir hoch motiviert sind eine tolle Veranstaltung auszurichten. Dabei sollen sowohl die Teilnehmerinnen spüren, dass sie etwas ganz besonderes erreicht haben, aber auch unsere Kids und die Zuschauer den besonderen Flair hautnah erleben. Für diesen wird am Finaltag auch unter anderem Mainz 05 Stadionsprecher Klaus Hafner sorgen. In zwei Wochen sind unsere Kids nur als Zuschauer dabei, doch wer weiß, was irgendwann mal alles möglich ist…

 


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